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May 07 2012
re:publica 12 – carry on, carry on!
Ich befinde mich noch immer auf so einer Art Synapsenkirmes gepaart mit langsam einsetzenden Abschiedsschmerz. Die vorletzten drei Tage habe ich von morgens bis spät nachts in der STATION-Berlin verbracht und die re:publica 2012 gefeiert.
Neuer Ort
Ehrlich gesagt hatte ich ja befürchtet, dass die Teilnehmer_innen, Themen und das Drumherum die neue Riesenlocation nicht würden füllen können. Ich hing tatsächlich sehr an der Kalkscheune und der Gemütlichkeit und Vertrautheit und bin ja – was solche tiefgreifenden Veränderungen lieb gewonnener Gewohnheiten angeht – eher konservativ.
Alles total unbegründet, es hat fantastisch funktioniert und war von Anfang an sehr geschmeidig. Die Teilnehmer_innen haben die Hallen mit ihren Vibes komplett ausgefüllt und alle Angebote (Twitterwall, Affenfelsen, bunte Plastikstühle, Fotoautomat, Open Space, Freibier, Partnerstände etc.) begeistert angenommen.
Die Organisatoren newthinking und Spreeblick haben es mit einem tollen Team und vielen Helfern wirklich geschafft, die re:publica weiter zu entwickeln, ohne sie zu verfremden oder Ideale zu verraten.
Share global, act local
Am ersten Tag hatten @sebaso, @wennigsen und ich direkt eine eigene Session zum Thema “Global Wissen sharen, lokal handeln – Was Du vor Ort für das Netz tun kannst und wie Wikimedia Dir dabei helfen kann.” (Präsentation hier).
Für mich persönlich (und mein Lampenfieber) war es gut, direkt am ersten Tag vorzutragen, um mich dann später komplett dem Getümmel hinzugeben. Unser Publikum war zwar sehr aufmerksam, aber leider noch etwas steif und ließ sich nicht so leicht in Diskussionen und Fragerunden verwickeln. Insgesamt hat aber alles gut funktioniert, wir haben ausführlich über die Möglichkeiten lokaler Arbeit für Freies Wissen aufgeklärt und bei einigen sogar Ideen für eigene lokale Aktionen ausgelöst.
Wikimedia-Stand und CC-Broschüre
Wikimedia Deutschland hatte einen eigenen Stand im re:publica square und die Kolleginnen und Kollegen haben tolle Arbeit gemacht und ein abwechslungsreiches Programm (PDF) zusammen gestellt. Das Interesse des vorbeiflanierenden Publikums war groß, auch wenn ich persönlich mich über mehr WMDE-Präsenz im Hauptprogramm gefreut hätte.
Neben der Diskussion zu “Frauen in die Wikipedia!” war ein Highlight für mich in jedem Fall die Präsentation der Broschüre “Freies Wissen dank Creative-Commons-Lizenzen (PDF)”. Die Broschüre erklärt Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der Bedingung ‘nicht-kommerziell – NC’ und ist in Zusammenarbeit mit iRights.info und Creative Commons entstanden.
Macht 2012 zum Jahr der Blogs!
Ich schließe mich der Meinung vieler an und möchte aus dem Gesamtprogramm den Überraschungsvortrag bzw. die inoffizielle Keynote von Sascha Lobo besonders hervorheben. Kuckt am besten selbst, der Vortrag ist sehr unterhaltsam und gibt einen prima Überblick über eigentlich alles, was uns bewegt (Video Teil 1, Teil 2). Sascha ruft darin unter anderem die Renaissance der selbst kontrollierten Homepage aus und fordert die anwesenden Internetpeople auf, 2012 zum Jahr der Blogs zu machen: „Macht ruhig Tumblr, Facebook, Twitter, aber macht auch ein Blog! Bloggen! Tragt die Blogbotschaft in die Welt! Macht ein, zwei, viele Blogs! Macht Podcasts!“ Besonders erwähnenswert ist natürlich noch der von Sascha gepriesene Aufruf zum Vegetarismus von kosmar.
Iron Blogger trinken Live
Berauscht von der angekündigten Renaissance von Blogs trafen sich die Iron Blogger Berlin am Donnerstagabend, um die Bierkasse leer zu trinken. Freibier gab es sowieso, also haben wir in Longdrinks investiert und gemeinsam 265 Euro eingesetzt. Neben dem großen Hallo mit alten Bekannten konnte ich auch endlich mal viele neue Gesichter hinter den Blogs kennen lernen. Sehr schön! Vier Aufnahmeanträge wurden ausgefüllt; insgesamt sind wir jetzt 33.
Guerilla-Karaoke – Bohemian Rhapsody
Bei der offiziellen Verabschiedung gab es diesmal kein Bohemian Rhapsody, sondern eine komische Hippie-Awesome-Band. Bei der Abschlussparty dann allerdings gerieten wir plötzlich in einen Wimmel von Menschen, die auf Stühle stiegen und ihre Stimmen zur republica-Hymne erhoben. Ich kann gar nicht so viel hachen wie ich <3en möchte.
Danke und weiter so!
Für mich war das eine der besten – wenn nicht sogar DIE – beste re:pulica ever! Das allerdings ehrlich gesagt größtenteils wegen der vielen superen Menschen, mit denen ich dort meine Zeit verbracht habe. So viele Gespräche, Pläne, Späße und Geschichten. Wahnsinn. Ich fühle mich noch immer wie berauscht von den ganzen Eindrücken.
Die Organisation war ausgezeichnet und professionell (aber dennoch mit viel Herz), gutes Catering, guter Spirit, gute Parties, gute Musik, unaufdringliche Sponsoren. Allet schick!
Ich habe so wenige Vorträge gesehen wie bei keiner vorherigen re:publica. Die Entscheidung fiel teilweise schwer, entweder liefen mehrere gute Dinge gleichzeitig oder die Titel und Abstracts hielten nicht was sie versprachen. Trotz guter Vorsätze hab ich mir Vorträge zu Themen bzw. von Menschen angeschaut, die sich sowieso kenne. Und dann saß ich in Vorträgen uns las auf twitter, dass es auf der anderen Bühne gerade viel interessanter ist. Abschießend kann ich nicht wirklich sagen, dass ich viele neue Impulse mitgenommen habe. Für nächstes Jahr wünsche ich mir weniger parallele Stränge oder einen vierten Tag.
Einige erwähnenswerte Sessions hab ich aber doch gesehen: Cindy Gallop mit Make love not porn, die twitternden Astronauten, Jacob Appelbaum und Dmytri Kleiner mit Resisting the surveillance state and its network effects, die Julias über Trollen oder getrollt werden, das Internet ist nicht mein Feind, Copyriots! Kampf der Kulturen und das Interview mit dem Regierungssprecher (OH: Guter Sprecher, falsche Regierung.), Kathrin Passig – Standardsituationen der Technologiebegeisterung.
Ich freue mich auf die re:publica 2013 und schicke ein großes Dankeschön an alle, die die letzte Woche so besonders gemacht haben.
Weiterlesen:
Geht es nur mir so, oder habt ihr auch den Eindruck, dass erstmals wieder mehr von und über die Bloggerkonferenz gebloggt wurde?
Total kleine und nicht repräsentative Auswahl der Blog- und sonstiger Beiträge, die ich gelesen bzw. gehört und für zumindest interessant befunden habe:
- detektor.fm: vox-publica – Die gesamte interaktive Sendung zur re:publica
- WMR41 – wir müssen re:den
- i heart digital life: re:publica: Untiefen überwinden
- Maelicitas: Ehrlich, einfach nur ehrlich
- rplive: Es ist kein verficktes Klassentreffen.
- rp-Echobot (PW: rp12)
- FAZ: „Was ist los mit dem Internet?“
- hanhaiwen: Post-#rp12: Diskutieren like it’s 1970
- Behindertenparkplatz: re:publica 2012
April 28 2012
re:publica 2012 – Einmal alles!
Nächste Woche findet in Berlin die größte Bloggerkonferenz ever statt: Die re:publica 12. Obwohl eigentlich fast niemand mehr bloggt, sondern alle nur noch auf G+, Facebook, twitter und anderen walled Gardens rumposen, wagen sich etwa 4.000 sogenannte Internetblogger_innen vom 2. bis 4. Mai 2012 in die STATION-Berlin.
Die mittlerweile sechtse re:publica verlässt dieses Jahr zum ersten Mal die heiligen und arg lieb gewonnenen Hallen der Kalkscheune und wagt sich auf’s große Parkett. Mit acht Bühnen, zehn Themensträngen, 99 Mehrfachsteckdosen und über 200 Stunden Programm übertrifft sie alles je da gewesene – meine Vorfreude könnte größer kaum sein.
Es fällt mir gerade schwer, Favoriten aus der großen Fülle der Sessions heraus zu picken; ich empfehle euch, das Programm schon vor Anreise gründlich anzuschauen und auszuwählen. Meine beiden persönlichen Highlights liegen auf der Hand:
Bundesweites Treffen der Iron Blogger
Die Iron Blogger Berlin trinken live ihre Bierkasse leer. Wenn ihr zuschauen oder selber Iron Blogger werden oder gar eigene Sektion gründen möchtet, dann kommt am Donnerstag, 3. Mai um 21 Uhr in die re:fill-Bar. Der Eintritt in die Bar (die jeden Abend mit schniekem Musik- und Trinkprogramm aufwartet) ist frei und auch ohne re:publica-Ticket möglich.
Wikimedia Deutschland – Freies Wissen auf der rp12
Wikimedia Deutschland hat erstmals einen eigenen Stand und eigene Sessions bei der re:publica:
Themen rund um Wikipedia und die Schwesterprojekte der freien Enzyklopädie stehen im Fokus. Warum benötigt Wikipedia mehr weibliche Autoren? Wo liegen die Chancen und Probleme freier Inhalte im Bildungsbereich? Was ist relevant für die Enzyklopädie? Wäre Wikipedia auch ohne Internet möglich?
Am Mittwoch starten wir mit einer Einführung in Wikimedias neuestes Projekt: Wikidata, die freie Wissensdatenbank. Der Donnerstag steht im Zeichen der richtigen Weiternutzung freier Inhalte. Am Freitag werden viele Blicke auf die praktische Arbeit der Menschen hinter Wikipedia geworfen.
Das ausführliche Programm gibt es hier als PDF zum downloaden und ausdrucken. Und weil das so hübsch geworden ist, hier ein kleiner Teaser:
Am Mittwoch mittag bin ich gemeinsam mit meinem Kollegen Herrn Sooth und dem Bürgermeister von Wennigsen sogar mit einer eigenen Session dabei: Global Wissen Sharen, lokal handeln. Was du vor Ort für das Netz tun kannst und die Wikimedia dir dabei helfen kann.
Wem das immer noch nicht genug Grund zur Vorfreude ist, die schaue sich das Mobilisierungsvideo mit Markus und Geraldine an:
Oha, und außerdem: Soooo lang nicht mehr gesehene Freundinnen und Freude machen rüber nach Berlin, das gibt ein großes Hallo! Bis Mittwoch, see you in ACT!ON.
April 20 2012
Iron Blogger Berlin trinken live bei der re:publica
Wenn ihr aufmerksam die letzten Ergebnislisten der Berliner Iron Blogger studiert habt, ist es euch sicher aufgefallen: Die Bierkasse muss dringend wieder geleert werden! 240 Euro warten darauf, in Bier umgesetzt zu werden.
Bei der re:publica (2.-4. Mai 2012, Station Berlin) ist es endlich soweit: Das zweite Treffen der Berliner Iron Blogger wird zugleich auch das erste bundesweite Treffen sein. Wir laden die Ruhrpott-Blogger und die Freiburger ebenso ein, ihre Kassen auf der großen Bloggerkonferenz gemeinsam mit uns zu leeren.
Wir treffen uns am 3. Mai um 21 Uhr in der re:fill-bar auf dem #rp12-Gelände der Station Berlin. Die Bar ist am Abend auch für Bloggerinnen und Blogger ohne re:publica-Ticket zugänglich und hat bis 1:00 Uhr geöffnet. Kommt und trinkt zahlreich!
Und wenn ihr Lust habt, einem der bestehenden Teams beizutreten oder gar eine eigene Sektion zu gründen: Tut das! Mitgliedsanträge können nach Aufsagen der Regeln vor Ort ausgefüllt werden.
Crossposting von drüben. Alle Fragen gerne dort in den Kommentaren oder per Mail an Michelle Thorne und mich unter ironbloggerberlin@gmail.com.
April 04 2012
The Sequel: Die Eltern kommen nach Berlin.
Ihr erinnert euch vielleicht: Im September 2010 kamen die Eltern nach Berlin und in meiner planlosen Verzweiflung habe ich damals ein Piratepad aufgesetzt und mein erweitertes Umfeld um Tips und Erfahrungsberichte eigener Elternbesuche gebeten.
Das hat umwerfend gut funktioniert: Innerhalb weniger Stunden und Tage wurde kollaborativ und konspirativ ein Programm zusammengestellt, mit dem wir uns sicherlich einen ganzen Monat lang hätten vergnügen können. Merci an die vielen kreativen Mitschreiberinnen und Mitschreiber! Und ja, ich werde tatsächlich noch häufig nach dem Link zum Pad gefragt, irgendwelche Eltern kommen ja immer nach Berlin.
Das ganze Spiel wiederholt sich bei mir am Osterwochenende, leider ist das alte Pad nicht mehr verfügbar, deswegen jetzt hier mit neuer URL
http://piratepad.net/berlinmiteltern.
Eine Sicherungskopie gibt es außerdem hier im Blog „Huch! die Eltern kommen nach Berlin.“
Ein Großteil der Tipps stammt von September 2010, im Laufe der Zeit kamen aber immer wieder neue Ideen dazu. Also: Gerne ergänzen, ändern, hinzufügen, verschönern. Und weitersagen, an die anderen von Elternbesuchen betroffenen Berlinbewohner_innen. Viel Spaß damit und vielen Dank!
February 11 2012
Bei der Demo gegen ACTA in Berlin
Meinem Aufruf von letzter Woche folgend war ich heute bei der Demo gegen das ACTA-Abkommen in Berlin. Eigentlich bin ich ja Schönwetterdemonstrantin. Aber da will uns jemand unser Internet kaputtmachen, und da kommen wir mit dem Drücken von Likebuttons und Nachbarskatzen kaum gegen an. Also bin ich mit drei Lagen Klamotten und ‘ner Thermoskanne voll Tee raus auf die Straße. Sehr gespannt, wie viel da wohl los sein würde, am Neptunbrunnen unter dem Fernsehturm. Bei diesen Minusgraden geht sicherlich kaum eine vor die Tür, und ACTA ist so undurchsichtig und abstrakt, dass es wieder nur die usual suspects zu den Protesten treibt. Weit gefehlt!
Am Alex angekommen hatte ich schon das erste „Wow!“ auf den Lippen. Ich hatte mit einer überschaubaren Teilnehmerzahl gerechnet, und damit, meine Lieblingsbezugsgruppe innerhalb von Sekunden auszumachen. Statt dessen tausende Menschen und kein Durchkommen. Nach Markus Beckedahl und Matthias Spielkamp führte Kollege Jan Engelmann bei der Auftaktkundgebung aus, welche Gefahren ACTA auch für das Gemeinschaftsprojekt Wikipedia bedeuten kann:
Wir stehen für die Zivilgesellschaft und ihren Wunsch nach Zusammenarbeit. ACTA steht für die einseitigen Interessen der Rechteverwerter. Diese zeigen gegenwärtig eine Tendenz, die unschätzbaren Möglichkeiten, die das Netz gerade für freie, ungehinderte Meinungsäußerung und gemeinschaftliche Wertschöpfung bietet, durch aggressives Lobbying beschneiden zu wollen. Ihr Anliegen, mit digitalen Gütern Geld zu verdienen, ist zweifellos legitim. Doch ihr Ansinnen, auf dem Altar bestehender Geschäftsmodelle das gesamte Ökosystem des Netzes nachhaltig zu verändern, ist es nicht.
Spätestens nach der anschließenden, grandiosen Büttenrede (Link, anyone?), für die eigens ein Vertreter der Unterhaltungsindustrie engagiert wurde (Dieter Gorny fiel leider aus, wegen Internet) gab es kein Halten mehr. Leider verzögerte sich der Abmarsch um einige Minuten, die Polizei war anscheinend leicht überfordert, hatte nicht mit so einem großen Aufkommen gerechnet und musste erstmal die Route ordentlich absperren.
Unfassbar tolle Plakate; bunter, kreativer, lauter Protest. Alle Mems der letzten Monate. Ragefaces, Guy-Fawkes-Masken, Nyancats und ein Pacman, der von ACTA-Geistern gejagt wurde. Unfassbar viele Jugendliche, die ihren YouTube-Stars auf die Straße gefolgt waren und die sich vielleicht das erste Mal in ihrem Leben politisch engagierten. Veranstalter und Polizei sprachen von 8.000-10.000 Demonstrant_innen in Berlin. Das muss man sich mal vorstellen! Bei DEM Wetter! Wie viele wären es wohl gewesen, wenn Sommer wäre?
Deutschlandweit haben heute etwa 120.000 Menschen demonstriert, dass sie nicht einverstanden sind mit den undurchsichtigen Machenschaften hinter verschlossenen Türen, dass sie nicht hinnehmen wollen, dass die Unterhaltungs- und Pharmaindustrie ihr freies Internet gefährdet, und dass sie nicht akzeptieren, dass das Urheberrecht weiter zementiert statt an das digitale Zeitalter angepasst wird.
Die Berichterstattung ist ebenso überwältigend. Nicht nur die vielen Fotos, Videos, Tweets und Blogbeiträge der Teilnehmer_innen selber, auch die Mainstream-Medien kamen nicht darum herum, uns auf ihre Startseiten und sogar als erste Meldung in der tagesschau zu bringen.
Geflasht, überwältigt, euphorisiert, sprach- und atemlos: Selten waren wir uns in unserem Fazit so einig. Und auch wenn die Bundesregierung den Ratifizierungsprozess vorerst ausgesetzt hat, ist das Thema noch lange nicht vom Tisch und wird uns deutschland- sowie EU-weit sicher noch mehr Kraft und Engagement kosten. Wir sind viele, und wir machen weiter!
February 06 2012
Aufruf zur Demonstration gegen ACTA
Ich erlaube mir mal, den Aufruf der Berliner Initiative gegen das ACTA-Abkommen zu kopieren. Obwohl ich das gar nicht darf. Die Seite steht nämlich unverständlicherweise unter regulärem Copyright. Nunja. UPDATE: Auf Nachfrage wurde mir jetzt bestätigt, dass alle Texte dort unter CC-BY stehen, bzw. sogar gemeinfrei seien. Schön.
Für alle, die sich jetzt fragen, was an diesem ACTA eigentlich so gefährlich für uns alle ist: Michi hat das drüben sehr anschaulich erklärt.
AUFRUF
Gemeinsam können wir ACTA stoppen. ACTA geht uns alle an.
Das freie Internet, wie wir es kennen, steht seiner bisher größten Bedrohung gegenüber: ACTA. Das internationale Handelsabkommen “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” steht kurz davor, von der EU und ihren Mitgliedstaaten angenommen zu werden. Doch der Widerstand gegen ACTA wächst weltweit und die erfolgreichen Proteste in Polen zeigen: Gemeinsam können wir ACTA stoppen!
WARUM WIR GEGEN ACTA SIND:
- ACTA ist undemokratisch und hinter verschlossenen Türen verhandelt worden. Während Vertreter der Pharma-, Film- und Musikindustrie mitreden durften, wurden gewählte Abgeordnete und die Zivilgesellschaft ausgeschlossen. Nationale Parlamente oder das EU-Parlament durften also nicht mitreden, sie können nun lediglich zustimmen oder ablehnen.
- ACTA gefährdet Menschenleben: Harte Sanktionen im Transit sollen den Zugang zu kostengünstigen Medikamenten (Generika) erschweren. Die Leidtragenden sind zumeist Menschen in Entwicklungsländern, welche sich die teure Medizin aus den Industriestaaten nicht leisten können.
- ACTA bedroht das freie Internet: Provider und Webseiten-Betreiber sollen ermutigt werden, ihre Nutzer zu überwachen und Inhalte herauszufiltern. “Freiwillige” Lösungen zwischen privaten Akteuren werden durch das ACTA-Abkommen gefördert. Dadurch werden unsere Grundrechte in die Hände der Wirtschaft gegeben.
- ACTA zementiert das veraltete Urheberrecht: Das Abkommen soll eine Grundsatzentscheidung treffen, damit alte und überkommene Geschäftsmodelle in die nächsten Dekaden gerettet werden. Dadurch stellt sich ACTA gegen Innovation und zeitgemäße Modelle, die den Interessen von Nutzern und Kreativen Rechnung tragen. Die rasanten Umbrüche der modernen digitalen Welt werden ignoriert.
WAS WIR ACTA ENTGEGENSTELLEN:
- Statt Intransparenz und Hinterzimmerpolitik fordern wir Demokratie, Transparenz und die Integration der Zivilgesellschaft bei der Entstehung internationaler Abkommen.
- Wir wollen eine Politik, die den Menschenleben stets vor Geschäftsinteressen stellt.
- Statt einer gefährlichen Privatisierung des Rechts fordern wir den Erhalt und Ausbau von Grund- und Freiheitsrechten.
- Wir setzen uns für ein modernes, verständliches und menschenfreundliches Urheberrecht ein, das die Interessen von Kreativen und Nutzern vereint.
WIR FORDERN DESHALB:
- Den sofortigen Stopp des ACTA-Abkommens.
- Die Ablehnung des Abkommens durch die Parlamente.
Am 11. Februar 2012 findet ein internationaler Aktionstag gegen das ACTA-Abkommen statt. Weltweit werden zehntausende Menschen gegen ACTA protestieren. Geht mit uns in Berlin auf die Straße und kommt zur Demonstration gegen ACTA am 11. Februar um 13 Uhr am Neptunbrunnen/Alexanderplatz in Berlin. Informiert euch und beteiligt euch am ACTA-Aktionstag, auch in anderen Städten. Gemeinsam können wir ACTA aufhalten!
Wenn ihr/du diesen Aufruf unterstützen wollt, schreibt Euch auf die Unterstützerliste, indem ihr eine Mail an demo@stopactaberlin.de schreibt.
January 22 2012
Iron Blogger Berlin bei Radio Trackback
Gestern waren @barbnerdy und ich zum Thema Iron Blogger Berlin beim werten Herrn Marcus Richter und seiner Radiosendung TRACKBACK. Diesmal nicht am Telefon oder per Vorabaufzeichnung, sondern live vor Ort im Studio in Potsdam. Hier, hören:
TRB 262: Bloggermädchen, Iron Blogger, Handydaten, Megaupload, Zolinsagt
Wir sind ab Minute 17:15 dran, ich empfehle aber die ganze Sendung, gibt noch mehr tolle Themen, z.B. die Funkzellenabfrage in Berlin und die Hochnahme von Megaupload.
Auch wenn der Weg raus nach Potsdam fast eine Stunde dauert: Die Fahrt hat sich gelohnt, das Interview war lustig. Selber im Studio zu sein klingt auf jeden Fall besser und ich war viel entspannter als bei einem Telefoninterview oder einer Aufzeichnung. Ich hätte mir noch ein paar Minütchen mehr Sendezeit gewünscht, um z.B. Michelle und Marcus Props zu geben. Was ich noch sagen konnte: “Wir brauchen noch ein Logo!” Letztens hat mal jemand im Fernsehen gesagt, man könnte einfach auf twitter nach nem Logo fragen und so Designer aus Berlin würden das dann machen. Hat bisher bei uns nicht geklappt, vielleicht diesmal?!
Außerdem war das eine super Gelegenheit, die fabelhafte @barbnerdy mal näher kennen zu lernen. Denn wie viele der Iron Blogger Gang kannten wir uns zwar vorher “vom Sehen” (wie das in Berlin halt so is), aber hatten nie viel Kontakt. Schön!
Hier sind übrigens die Ergebnisse der vergangenen Woche, Läuft gut, wir sind jetzt 23 und haben 55 Tacken in der Kasse. Im Februar treffen wir uns das erste Mal. Stay tuned!
January 07 2012
An der Tafel der Demokratie
Beim Aufräumen habe ich heute die alte Einladung zur „Tafel der Demokratie“ gefunden. Da lädt der jeweilige neue Bundespräsident „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an einer langen Tafel am Brandenburger Tor ein. Da uns ja möglicherweise bald wieder eine solche Veranstaltung bevor steht und ich die Ereignisse vom letzten Mal noch gar nicht richtig verarbeitet habe (Danke an die, die mich später im Oberholz in den Arm genommen haben!), erzähle ich euch mal was. Außerdem steht ja immer noch die Aufarbeitung der ganzen Geschehnisse aus Rostock aus, und unsere Iron Bloggerei soll mich endlich motivieren, meine Gedächtnisprotokolle und Notizen hier zu teilen.

Mit Sicherheit
Ich wusste, dass bei der Anmeldung zur Veranstaltung die persönlichen Daten aller Gäste an das BKA gegeben und dort auf Übereinstimmung mit bekannten Terroristinnen, Demonstrationsteilnehmern und anderen Gefährderinnen gerastert werden. Mein Verfahren wurde ja damals eingestellt und der Richter sicherte zu, dass es keinerlei Einträge geben würde. Da nach dem Check keine Rückmeldung kam, ging ich davon aus, willkommener Gast zu sein.
Der Einlass zum Pariser Platz war unspektakulär: An der ersten Kontrollstelle wurde geprüft, ob der Name auf der Einladungskarte mit dem im Personalausweis übereinstimmte. Am zweiten Stopp wurden nach Vorlage der beiden Dokumente die Platzkarten und Eintrittsbändchen vergeben. Beim Einlass auf den Platz wurden die Taschen kontrolliert, in dem die Security entweder fragte, was man denn so dabei hat oder einen flüchtigen Blick in einzelne Taschen warf. Das Gelände war nach außen mehr oder weniger abgeriegelt, es gab aber genug offene, zugängliche Stellen, an denen Gegenstände von draußen nach drinnen hätten gegeben werden können. Außerdem waren angrenzende Hotels und Gebäude teilweise sowohl für Gäste als auch für Passanten zugänglich.
Kommen Sie mal mit!
Nachdem wir unseren Tisch gefunden hatten, drehte ich mit zwei Bekannten einige Runden über den Platz und zum Sektausschank. Etwa 45 Minuten nach unserer Ankunft suchten wir die Toiletten in der Akademie der Künste auf. Als wir wieder auf den Platz zurück wollten, wurden wir von vier Polizeibeamten aufgehalten: „Können wir mal Ihre Papiere sehen?“ Wir zeigte unsere Ausweise. „Frau Ebber, kommen Sie bitte mal mit uns mit.“ Ich war erstaunt: „Warum das denn?“ „Ja, Frau Ebber, Sie sind ja schon mal polizeilich aufgefallen. Kommen Sie jetzt mal mit uns mit.“ „Was soll das denn? Was wollen Sie denn von mir?“ „Wir wollen Ihnen mal ins Gewissen reden und werden Sie außerdem durchsuchen.“
Aha. Ich wurde in einen Polizeiwagen geführt. „Also, Frau Ebber. Heute abend sind wir ja zu Ehren des neuen Bundespräsidenten, Herrn Wulff, hier. Wir gehen davon aus, dass Sie sich hier zu benehmen wissen.“ wurde mir mit erhobenem Zeigefinger und ernster Miene eingebläut. Haha! „Und was soll das jetzt heißen? Dass ich hier nicht rülpsen darf oder was?“ „Doch, rülpsen dürfen Sie schon. Wobei – naja, das sollten Sie eigentlich auch nicht.“ Witzig.
Fassungslosigkeit ob deren Vorgehen. „Und was soll ich meinen Begleitern erklären, dass Sie mich hier rausziehen und durchsuchen?“ „Die haben davon ja gar nichts mitbekommen.“ „Haha, Sie haben mich doch vor den Augen deren kontrolliert, natürlich bekommen die das mit!“ „Na, dann denken Sie sich eben eine schöne Geschichte aus.“
Bitte benehmen Sie sich anständig!
Auf meine vielen Nachfragen, wie sie mich in der Menschenmasse ausgemacht haben, woher sie den Auftrag zum Zugriff haben, wo ich mich über das Vorgehen beschweren kann etc. hieß es nur, ich solle mich ans BKA wenden. „Ich möchte Widerspruch gegen die Durchsuchung einlegen.“ „Können Sie machen, nützt Ihnen aber nichts, wir machen es trotzdem.“ „Dann möchte ich die Veranstaltung jetzt verlassen.“ „Können Sie machen, aber vorher durchsuchen wir Sie.“ Also keine Möglichkeit, weiteren Erniedrigungen zu entgehen. Zur Durchsuchung musste mich bis auf die Unterwäsche ausziehen, meine Tasche wurde komplett auseinander genommen, das volle Programm also. Das alles dauerte ungefähr 10 oder 15 Minuten, als sie keinerlei Verdächtigkeiten feststellen konnten, durfte ich endlich gehen. Zum Abschied bekam ich noch ein „Wir werden Sie den ganzen Abend im Auge haben! Wir gehen davon aus, dass Sie sich entsprechend benehmen.“ mit auf den Weg.
Ziemlich verstört kam ich dann zurück an unseren Tisch. In der nächsten Minute setzte die Nationalhymne ein. Es gab Fleisch in Aspik und Fleisch in Suppe.
Nachschlag, on/off topic
Mathias Schindler hat über „Frag den Staat“ eine Anfrage an das Bundespräsidialamt gestellt: Abschrift des Telefonates von Bundespräsident Christian Wulff auf dem Anrufbeantworter des BILD-Chefredakteurs Kai Diekmann am 12. Dezember 2011. Grandiose Aktion!
April 25 2011
Huch! Die Eltern kommen nach Berlin.
Letztes Jahr im September waren meine Eltern zu Besuch in Berlin und stellten mich zum wiederholten Mal vor die Herausforderung, das gemeinsame Wochenende „ansprechend“ zu gestalten. Mit dieser Aufgabe hatten sich mein erweitertes Umfeld und ich schon mehrfach herumgeschlagen und kurzerhand rief ich per Twitter dazu auf, das Piratepad „Eltern in Berlin“ (http://piratepad.net/elternberlin) als zentrale Sammelstelle mit Tipps zur Eltern-Kind-Bespaßung jeglicher Art zu füllen. Dieses Pad steht jeder zur Bearbeitung und Ergänzung offen, ein sehr niedrigschwelliger und eleganter Weg der kollaborativen Zusammenarbeit im Netz. Mein Aufruf:
Huch, die Eltern kommen zu Besuch nach Berlin! Kennt ihr auch oder? Was unternehmt ihr? Wie gestaltet man dieses Aufeinandertreffen für beide Seiten so entspannt wie möglich? Was zeigt ihr euren Eltern? Wo schickt ihr sie hin?
Ich suche Bespaßungsoptionen und Beschäftigungsmaßnahmen. Helft mir!
Ich möchte hier alle möglichen und unmöglichen Tipps sammeln, jeder kann eigene Ideen hinzufügen und sich beim nächsten Elternbesuch an den Vorschlägen anderer bereichern. Danke!
Zielgruppe sind Eltern ab 60 Jahre, kein überteuertes oder zu exklusixes Gedöns, eher bodenständig-bürgerlich.
Das hat grandios funktioniert! Innerhalb weniger Stunden und Tage haben sich duzende Personen beteiligt und hunderte Tipps gesammelt; das Pad wird weiterhin genutzt und ergänzt. Auch toll: Es gab bisher keinen Vandalismus! Da die Bearbeitung im Pad größtenteils anonym erfolgte, kann man nicht erkennen, von wem die jeweiligen Einträge verfasst wurden. Herzallerliebst sind z.B. Hinweise wie „auf ordentliche Socken achten!“, in „Chartlottenburg soll viel los sein in der Ü60-Generation“, „Rollberg is aber gefährlichererer!!!“, Superprotipps und „Nein!-Doch!-Dialoge“.
Damit das Pad nicht mal einem Datenbankcrash zum Opfer fällt, spiegele ich hier die Version von Anfang 2011 und werde sie in unregelmäßigen Abständen aktualisieren. Die Tipps sind ungeordnet, sie erscheinen hier einfach in der Reihenfolge ihrer Eintragungen. Wer sich als MitarbeiterIn outen möchte, nur zu! Ganz großen Dank jedenfalls an alle, die mitgemacht haben, berichten und Weiteres beisteuern.
Klar ist: Das Pad gehört nicht mir, sondern euch allen (CC-BY, freier ging nicht)! Ergänzungen und eigene Berichte sind weiterhin mehr als herzlich willkommen, im Pad und gerne auch hier in den Kommentaren. Und jetzt viel Erfolg, ob mit oder ohne Eltern! Total viele Sachen eignen sich nämlich auch für Besuche ohne die Familie :)
Eins noch: Für die frühmorgendlichen Ausflüge war es in meinem Fall ausreichend, das Piratepad auszudrucken und die Eltern damit alleine loszuschicken, bis ich ausgeschlafen hatte.
Sogenannte Sehenswürdigkeiten und Museen
- Fernsehturm Alexanderplatz, inkl. Besuch im drehenden Restaurant http://www.tv-turm.de/ (Protipp: VORHER Tickets kaufen = keine Schlange), Superprotipp: nachts!!!
- Rotes Rathaus
- Marx/Engels-Denkmal (in der Nähe des Roten Rathauses, Richtung Nikolaiviertel)
- Tour mit dem 100er Bus durch vom Alex zum Zoo. 200er macht auch eine Rundfahrt.
- Schifffahrt, Dampferfahrt, Spree- oder Brückentour. – Wo legt man am besten ab? Welche Reederei? – Stern & Kreis oder Riedel. Am besten die nächst gelegenste Station heraussuchen; z.T. fahren sie aber auch nur an einer ab. Riedel u. Stern & Kreis fahren beide von Jannowitzbrücke ab. Direkt am S-Bahnhof und zumindest bei Stern & Kreis mit Strandbar-Imitat. (Naja, reicht, dass die Eltern in der Provinz dann erzählen können, “mir wared in son’ner Schrdandbaar!”) – Es gibt kurze (ca. einstündige) und längere Touren. Brückentour mit Riedel ist empfehlenswert (Spree->Landwehr->Spree), aber lang.
- Eine individuelle Bootstour mit einem Wassertaxi http://spreecab.de/
- Berliner Dom, inkl. Führung – http://www.berlinerdom.de/
- Hackesche Höfe, Kontrast zwischen alt (Neurotitan, Eschloraque) und neu
- Gedächtniskirche
- Zitadelle Spandau http://www.zitadelle-spandau.de/
- Grunewald: Grunewaldturm, Pfaueninsel
- Kuhdamm & Tauenzien (is ja für West-Eltern noch immer das Zentrum Berlins)
- Funkturm
- KaDeWe – ganz klar: die Spezialitätenabteilung; aber nur gucken! – Nein, auch essen!
- Bierpinsel http://de.wikipedia.org/wiki/Bierpinsel
- Reichstag, of course. – Kuppel: Vorher abchecken, da sie ein paar Mal im Jahr für eine Woche zwecks Fensterreinigung zumachen. Empfehlung: abends so 21:15 da sein. Ist leer und man hat eine Blick über das erleuchtete Berlin. Um 22 Uhr machen sie zu.
- Naturkundemuseum – http://www.naturkundemuseum-berlin.de/
- Nikolaiviertel („is ja so schön mit den alten Häuschen…“), Absteigen im Georgbräu
- Biosphäre Potsdam und dann eine Planwagenfahrt durch Potsdam, Schloß Sanssouci
- Eigener Arbeitsplatz/Coworkingspace/W-Lan-Café (kuck ma, hier arbeite ich!)
- Friedrichshainer Künstler/Mode-Szene
- Pergamon-Museum (mit Stadttor von Milet etc.) bzw. für nur ein paar Euro mehr gleich Tagestickets für die ganze Museumsinsel (wichtig: am Tag vorher kaufen mit Timeslot, dann direkt an den Schlangen vorbei)
- Treptower Park (am besten Sonntags, wenn die Ost-Senioren Tanztee haben), Insel der Jugend, Sowjetisches Ehrenmal (ist echt beeindruckend, russische Riesenarchitektur, Marmor, mit Stalin-Sprüchen)
- Wuhlheide
- Tierpark
- Köpenick und der Müggelsee
- Marzahn, Allee der Kosmonauten; oder auch die Ecke „Storkower Straße“ (außerhalb des Rings)
DDR-Museum (viele kleine Alltags-Erlebnisse) - Mauer-Gedenkstätte Bernauer Straße und das Museum gegenüber
- und um die Ost-Sammlung komplett zu machen: Das Stasi-Museum in der Normannenstraße
- Mal nach Neukölln/Kreuzberg, um zu zeigen, dass es da auf der Straße gar nicht so gefährlich ist, wie „man“ immer denkt (zB Naunynstraße, die angeblich „gefährlichste Ecke Deutschlands“) Rollberg is aber gefährlichererer!!!
- Kreuzbergmuseum (Adalbertstraße, am Kottbusser Tor)
- Technik-Museum (Möckernstraße, Haltestelle Möckernbrücke)
- Jüdisches Museum
- Charlottenburg (kenne ich mich nicht aus, aber da soll viel los sein in der Ü60-Generation)
- Topografie des Terrors (Niederkirchstraße, beim Abgeordnetenhaus)
- Botanischer Garten (viel besser und interessanter als es klingt)
- Tempelhof!! Sowohl das ehemalige Rollfeld ablaufen (immerhin 2,8 km) als auch Führungen im Gebäude (Tickets muss man wohl vorher im Internet bestellen)
- Irgendeine unterirdische Tour von Unterwelten-Berlin (Bunker, U-Bahnhöfe etc.) http://berliner-unterwelten.de/ – oh ja! und vorher Wikipedia lesen über die Geister-U-Bahnen! http://de.wikipedia.org/wiki/Geisterbahnhof – +1, sehr zu empfehlen! Meine Eltern haben inzwischen alle Touren durch.
- BVG U-Bahn Cabrio (muss man lange vorher anmelden)
- Das Gewimmel in der Kulturbrauerei des Wochenendnachts ist auch beeindruckend, wenn man empfänglich ist für sowas
- anne Spree
- Britzer Garten (bis zum Frost mit haufenweise Dahlien)
- Anti-Atom-Demo (nur gucken)
- Berlin Hi-Flyer; aus einem angeketteten Helium-Ballon über Berlin schauen
- Spaziergang am Landwehrkanal
- Wochenmarkt (am Wochenende gibt es am Winterfeldtplatz einen schönen)
- Wannsee
- über die Oberbaumbrücke laufen
- East Side Gallery
- Frankfurter Allee: Gebäude im Zuckerbäckerstil
- Oderberger Straße + Mauerpark (ich finde es, trotz Nicht-Mögens des Prenzlberg, ganz schön da in der Ecke)
- im Café Morgenrot, Kastanienallee, ein vegan-vegetarisches Frühstück einnehmen, zahlen soviel es dir wert ist
- vom Brandenburger Tor ne Fahrradtaxe zum Haus der Kulturen der Welt, da rumkucken, nen Kaffe gegenüber der Kanzlerin trinken, zum Hauptbahnhof laufen, von dort mit der S-Bahn weiter
- Goldelse am großen Stern. Top Blick über Wald! Zur Zeit geschlossen wegen Renovierung (Stand Sept. 2010)
- Mal raus, Pfaueninsel.
- Im Café Einstein kucken ob Politiker rumsitzen, die man aus dem Fernsehen kennt
- Gärten der Welt in Marzahn, mit japanischen, koreanischen, indonesischen, chinesischen und orientalischen Gärten, einem Irrgarten und wirklich unglaublich guten Tee gibts im chinesischen Teehaus Boros Sammlung (soll großartig sein, aber 4 Wochen im voraus ausgebucht, rechtzeitig reservieren)
- wenn man zufällig Mitarbeiter im Bundestag kennt: Direkt Besuchstermin ausmachen und durch den Hintereingang rein > beeindruckt immer
- Bergmannkiez mit Marheineke-Markthalle („fast wie im KaDeWe, nur netter“) und Männergeschenkeladen auf der Bergmannstraße.
- Auf den alten Gasometer in Schöneberg klettern. Tolle Aussicht! Kostet 40 Euro/Person, aber Eltern haben in Berlin die Spendierhosen an ;) Tickets vorher buchen!
- Nicht ganz so überteuerte und überfüllte Aussichtspunkte: Kollhoff-Hochaus am Potsdamer Platz und Cafeteria der TU Berlin im Telefunken-Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz
- Einmal von Unter den Linden aus die Wilhemstraße runter bis zum Halleschen Ufer schlendern. Mehr deutsche Geschichte, als man an einem Tag fassen kann.
- Erholungspark Marzahn inkl. Gärten der Welt und Labyrinth. Verschlingt bei schönem Wetter mindestens einen langen Nachmittag. Völlig Hipster- und bohemefrei.
- Körnerpark mit Galerie und Café.
- Naturpark Südgelände (Fotos)
- Die freien Berliner Fußgängertouren: http://www.newberlintours.com/nbt/ – 3-4 Stunden lang, sehr interessant und nur für Trinkgeld
- Das Olympiastadion kann besichtigt werden, wenn gerade keine Veranstaltungen anstehen. Das leere Stadion ist ziemlich beeindruckend.
- Otto Bock Science Center am Potsdamer Platz – donnerstags bis sonntags, 10-18 Uhr, freier Eintritt und richtig gut! Mit interaktiven Installationen; man kann z. B. Rollstuhl fahren oder über eine Schlucht gehen (hört sich langweiliger an, als es ist ;)
- Computerspielemuseum! http://www.computerspielemuseum.de/„Versteht ihr mich jetzt?“
Für die sportlich-junggebliebenen
- Fahrradtour
- Segwaytour (gibts am Domaquaree nähe Alex) (die Segways sind auf 20kmh gedrosselt)
- –> Segwaytouren mit ungedrosselten Geräten bis 35 kmh http://www.movingaction.de/ (allerdings ist der Typ der die Touren anbietet manchmal etwas unorganisiert, aber mein Vater schwört drauf!), siehe dazu auch http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/stehroller-jimi-heselden-segway-toedliche-testfahrt-des-chefs-1.1005247 #segway
- Tretbootverleih an der Insel der Jugend
Wo führt man die Herrschaften aus zu Kaffee und Kuchen?
- Kuchenkaiser am Oranienplatz
- Nordneukölln: Da gibts diesen israelischen Kuchenladen
- Eis: Vanille und Marille, Hagelberger Straße (wenn ihr eh am Viktoriapark seid…)
- Barcomi’s in der Bergmannstraße (Kreuzberg) und in Mitte (Sophienstr.). Bester New York Cheesecake in Berlin (die restlichen Cookies & Kuchen sind auch der Wahnsinn) samt eigener Kaffeerösterei.
- La Maison du Chocolat – falls man gerade in Potsdam ist
- Tadshikische Teestube – gut für Eltern die gerne Tee trinken (obviously), sehr gemütlich, am Boden sitzen (für nicht zu alte Eltern – auf ordentliche Socken achten!), oder auch an Tischen – haben auch sehr leckeren russischen Zupfkuchen (selbst gemacht, behaupten sie) (Tagesspiegel)
- Savignyplatz (Cafés und Restaurats)
- Tante Horst
- Fassbender & Rausch am Gendarmenmarkt (Pralinen & Schokorestaurant)
- Kirk Royal, Paul-Lincke-Ufer, gleich am Kottbusser Damm – Sowohl als Auch in der Sredzkistr. – unglaublich gute Kuchen
- Fräulein Frost, Friedelstraße 38, 12047 Berlin (aber Vorsicht, extremst prenzlbergisierter Gehsteig, im Hochsommer völlig unpassierbar durch Monsterkinderwagen, Fahrräder und Menschen, die „nur mal gucken wollen“)
- Brezel Company Reuterkietz
- Markthalle, Pücklerstraße 34 („…da wurde Herr Lehmann gedreht“ & Kuchen ist auch gut)
- Cuccuma, Zossener Straße: sehr guter Kuchen. Gut geeignet zum „junge Leute mit ihren Laptops“-Gucken, ohne sich dabei ausgegrenzt zu fühlen.
- Literaturkaffee in der Fasanenstraße 23 nahe Zoo, vor allem wenn Veranstaltungen sind oder bei schönem Wetter draußen sitzen
- Cafe Richter am Hindemithplatz – Nähe Wilmersdorfer Straße, extrem guter Kuchen in überkitschter Goldputten-Atmophäre.
Wo geht man Essen?
- Friedrichshain: Volckswirtschaft: kreativ bürgerliche Küche (vegetarisch und tierisch)
- Kreuzberg Bergmannkiez: Seerose (vegetarisch), Knofi (leckere Suppen etc) + Mustafas Gemüse Kebab an der Haltestelle Mehringdamm (auf die Hand)– Kann man aber am Wochenende schon mal 30 min. auf seinen Döner warten… Für den allerbesten Döner lohnt sich das verharren. Die Bergmannstraße ist mit der Marheineke-Markthalle am Ende sowieso fantastisch zum entlangspazieren und überall probieren.
- Falafel essen (Dada Falafel in Mitte, Habibi am Winterfeldtplatz)
- Baraka am Görlitzer Bahnhof – geiles ägyptisches Essen (Schawarma, Falafel, Aufläufe…)!
- Kreuzberg 36: Yellow Sunshine (vegetarische/vegane Burger), Baraka (arabisch)
KreuzköllnReuterkiez: Nansen http://www.qype.com/place/129459-Nansen-Berlin – ja, das ist super, etwas teurer, aber uneingeschraenkt empfehlenswert- Berliner Küche: Max und Moritz (Oranienstraße) oder Brauhaus Rixdorf (10 Min. von S+U Hermannstraße) oder so ein Dings am Alexanderplatz in einem der superhäßlichen Hochhäuser (so ca. Karl-Liebknecht 30); fanden meine Eltern alles schon gut. – Meinst du Brauhaus Mitte? – Ich glaub nicht. – Gut. – Wasn jetzt?
- TOMASA Kreuzberg. Direkt am Fuß des Viktoriaparks in Kreuzberg tolle neue deutsche Küche mit guten Getränken und lange offen.
- Wenn’s am Sonntag Brunch sein soll, dann Pasternak im Prenzlberg. Aber um halb 11 spätestens da sein, sonst wirds knapp mit dem Platz.
- Red Chili – Indochina Cafe & Food (optional scharf oder sehr scharf), leckeres Essen mit stilbrüchiger Atmosphäre. Gabriel Max Str. 2
- Mutter Hoppe (Nikolaiviertel, Mitte)… wenn die Eltern von all dem Multi-Kulti genug haben, und was „anständig deutsches“ essen wollen
- Chundra Kumari, Sri Lankische Küche
- Restaurant-Kantine im Karstadt-Hermanplatz ganz oben, voll oll Berlin. Aber Außenterrasse und Ausblick auf den Platz. Nach 16h (oder so) gibts alle Schnitzel und sonstigen fleischigen Tagesgerichte zum halben Preis.
- Toros-Pizza Oppelner Str, Kreuzberg36 – (wahrscheinlich) schwule Türken!
- Burgermeister Burger unter der U1, Schlesisches Tor.
- Klassiker: Casolare, angeblich beste Pizza Berlins, für Erstbesucher: wie Italien. Aber in Kreuzberg am Kanal.
- Oder Il Ritrovo, der Ableger in Fhain. Super dünner Pizzaboden, nicht zuviel Käse, frische Zutaten und hmmmm Tiramisu!
- Mao Thai, Wörtherstr. – einer der besten Thais in der Stadt, Reservierung empfohlen
- http://www.cafe-bilderbuch.de/ Schöneberg für Brunch
- Mitte: Wenn sie etwas experimentierfreudig sind: Dunkelrestaurant http://www.noctivagus.com/ oder http://www.unsicht-bar-berlin.de/
- Prenzelbergs bestes Sushi KY http://www.sushiky.com/, Oderberger Straße 40, 10435 Berlin 030 44058969 – Kann den Tipp absolut bestätigen. Sehr gutes Sushi!
- Mitte: Bestes Wiener Schnitzel http://www.boetzow-privat.de/ Tucholsky / Linienstrasse
- Taverna Ousies in Schöneberg, nahe U-Bhf Eisenacher Str., aber wenn dann mit Tisch reservieren
- Brecht-Keller nahe Oranienburger Str.
- Bei Lutter & Wegner ist ebenfalls das beste in Berlin ;) http://www.l-w-berlin.de/ Am Gendarmenmarkt
- In der Deponie in den S-Bahn-Bögen kann man nett essen. Schon mit Eltern 60+ erfolgreich ausprobiert ;)
- Pizzeria Trattoria Libau in F’hain, Libauer Straße. Absolut tolle Steinofen-Pizza. Sehr nette, schnelle Bedienung. Abends am WE reservieren
- Miseria e Nobiltà, Kopernikusstraße 16 10245 Berlin. Exklusiver, aber nicht unbezahlbar (zu dritt mit Vorspeisenteller und Wein ca 120 Euro). auf jeden Fall vorher reservieren.
- Konnopkes Imbiss – http://konnopke-imbiss.de/ (momentan allerdings Behelftsverkauf wegen Baustelle)
- Solar Berlin, der Aussicht wegen http://www.solarberlin.com/
- Cafe Jacques am Maybachufer (“lecker!”, “urig!”, “Kreuzberg!”, “guter Wein!”)
- Wenn die Eltern gerne und viel zahlen: Maxwell, Ackerstraße. http://www.mxwl.de/ (lecker aber scheißteuer)
- Good Friends auf der Kantstrasse, einer der besten Chinesen (Kantonesisch) in Berlin, günstiger als Ming Dynastie
- Cookies Cream, unbeschreiblich lecker; unbedingt zum Abschluss ein Glas Wodka-Rhabarbersaft probieren!
Wo geht man Trinken?
- Friedrichshain: Hops & Barley – http://hopsandbarley-berlin.de/, weltbeste Hausbrauerei Berlins
- Friedrichshain: Paules Metal Eck ;O)
- Mitte: Brauhaus Lemke am Hackeschen Markt – http://www.brauhaus-lemke.com/
- Mitte: Brauhaus Georgbräu http://www.georgbraeu.de/
- mit Rauch, aber einer der besten Ort in X-Berg, das Café Kreuzberg
- Am Fuße des Viktoriaparks gibt es (Kreuzbergstraße) einen Italiener, wo man Campari trinken und auf die Straße und die Passanten schauen kann. Bei schlechtem Wetter schlecht.
- Champagneria (sehr nett, in der Falckensteinstraße, aber eher für unsere Generation, wollte ich einfach mal reinschreiben) – eher für unsere Generation, stimmt. Aber vielleicht zur Erholung danach.
- Würgeengel, Coctails, kein Rauch (– ja wohl!), Dresdner Str./Kotti (nebenan und dazugehörig auch guter Italiener: Gorgonzola Club)
- Der Franke in seiner unnatürlichen Umgebung: Frankenbier Connection, Reuterstr. Ziemlich winzig. Gute süddeutsche Biere, die man sonst eher nicht in Berlin bekommt.
- Weinprobe bei Wein&Glas, Wilmersdorf
Abendprogramm
- Theater, Musical oder so… wird gerade was sehenswertes, unterhaltsames, für das man spontan Karten bekommt, aufgeführt?
- http://www.stachelschweine-berlin.de/
- http://www.komische-oper-berlin.de/
- http://www.volksbuehne-berlin.de/
- http://www.blueman.com/tickets/berlin
- http://www.show-palace.eu/ (Friedrichstadtpalast)
- http://www.scheinbar.de/
- http://www.theaterkapelle.de/
- http://www.comedyclub.de/berlin
- http://www.tipi-am-kanzleramt.de/
- http://grips-theater.de/
- http://www.zebrano-theater.de/
- http://www.fassbender-rausch.de/schokoladenrestaurant.html Schokoladen-Dinner-Show mit 4-gängigem Menü für 79,- €
- http://www.kunstfabrik-schlot.de/
- http://www.o-tonart.de/
- http://www.babylonberlin.de/
- http://www.primetimetheater.de/
- http://www.deutschestheater.de/
- Cabaret? (läuft leider noch nicht http://www.tipi-am-kanzleramt.de/de/programm-detail/?ID=73)
- Kino International – DDR Premierenkino ; hier wurden Honecker Filme präsentiert; grandiose Kronleuchter im Wartebereich http://www.yorck.de/kinos/detail/100004
- Freitag, 17. September 2010, Premierenlesung “Strohfeuer” in Berlin, 20 Uhr in der Backfabrik, Saarbrücker Straße 36 a. http://saschalobo.com/2010/09/13/einen-roman-also-aha/
- Linie 1 im Gripstheater (für Sa sind noch Karten da!) http://grips-theater.de/stuecke/jugend/repertoire.linie/repertoire.linie.vorstellungen
- Einfach mal gar NICHTS machen und zuhause im Internet surfen. Auch eine wichtige Seite von Berlin.
- 3D Kino am Postdamer Platz
- Heimathafen Neukölln. „Das ist das vom Kurt Krömer“ sagen. Mit angeschlossenem Café/Restaurant „Café Rix“, wo die Schauspieler kellnern. (Hier werden Klischees noch gelebt und nicht verlacht.) http://www.heimathafen-neukoelln.de/
Links für alles mögliche
- http://www.berlin-hidden-places.de/
- http://www.gratis-in-berlin.de/monat/09.2010 Da findet sich immer etwas und es kostet nichts.
Unvollständiger Bericht von meinem Eltern-Wochenende im September
Freitag
- Besuch am Arbeitsplatz. „Kuck mal, hier arbeite ich!“
- Eltern überbrücken Zeit bis zum Feierabend im KaDeWe und P&C.
- Abendessen in der Volckswirtschaft, Friedrichshain. Ausgezeichnetes Essen. Fleischessende Eltern essen freiwillig vegetarische Bratlinge, Blumenkohl im Weinmantel, Sesamkartoffeln, Rote-Beete-Apfel-Ragout etc. Pinkus Biobier.
- Abschluss im Hops & Barley. Super viel los, deswegen etwas zu laut für den Elterngeschmack. Lösung: Eltern ins Taxi gesetzt, Kind darf noch länger draußen spielen.
Samstag
- Berliner Dom, 5 Euro Eintritt. Zu Messezeiten keine Führungen, nur Audioguide (8 Euro). Orgelspiel übertönt aufgrund erhöhten Hochzeitsaufkommens allerdings jegliche Audiobegleitung.
- Mit dem Auto durch Kreuzberg 36. Nur kucken, nix kaufen.
- Bergmannkiez: Marheineke Markthalle. Lecker!
- Barcomi’s: Kaffee und Kuchen und Bagel. Auch lecker!
- Bergmanstraße entlangbummeln
- Herrlich: Laden für Männergeschenke. Neues Parfüm für den Herren.
- Tempelhofer Feld. Großartig! Egal was, einfach laufen und von der riesigen Fläche beeindrucken lassen. Kann man wohl auch Touren mit Bus oder Fahrrad buchen, leider zu spät entdeckt.
- Abschlusskundgebung AnitAKW-Demo, ohne Eltern
- Abendessen im Miseria e Nobiltà in der Kopernikusstraße (Fhain). Exklusiver, aber nicht unbezahlbar (zu dritt mit Vorspeisenteller, Nachtisch und Wein ca 120 Euro). Karte wird live übersetzt, beste Carponata ever, frische Trüffel und Steinpilze. Delicious!
Sonntag
- Potsdamer Platz, irgendein Ökomarkt
- Panoramapunkt am Postdamer Platz, super Aussicht.
- Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park – allein die imposante Größe imponierte!
- Bootstour (1 Stunde) vom Berliner Dom/DDR Museum aus. Name der Reederei ist mir entfallen, war aber eher anstrengend wegen des schlimmen Humors des Sprechers auf Bild-Zeitung-Niveau oder tiefer.
- Spaziergang Unter den Linden, bis zum Brandenburger Tor und Reichstag, Zwischenstopp im Cafè Einstein, keine Polit-Prominenz gesehen, dafür leckeren Apfelstrudel gegessen und Assam getrunken.
- Tour mit dem 100er Bus.
- Zum Hackeschen Markt, Vorschlag Brauhaus Lemke wurde wegen „kriegt man ja garnix mit vom Trubel hier“ abgelehnt. Statt dessen vor das Barist, eins der Touri-Restaurants direkt am S-Bahnhof, mit schlimmen Heizpilzen und schlimmen Flammkuchen. Definitiv der einzige Reinfall des ganzen Wochenendes, war aber in der Gegend auch nicht anders zu erwarten.
Viel Spaß!
April 24 2011
Exodos – Spielfilm unter CC, Premiere in NK
Bisher an mir vorbeigegangen, gerade frisch bei netzpolitik entdeckt: Neukölln liegt nicht nur in Gentrifizierungsdingen ganz weit vorne, man macht dort auch in CC.
Der Film Exodos ist ein Projekt aus dem Hause und Sender Freies Neukölln und wird unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA veroeffentlicht. Cooles Konzept: Jede kann Screenings veranstalten, erst nach einer kleineren Premierentour wird der Film dann auch per Torrent etc. ueberall frei erhaeltlich sein.
Die Beschreibung klingt vielversprechend, die Zusammenfassung noch superer: Action & agitation, love & porn – an anarchistic comedy is waiting for you!
Und da ich selber schon mal im Freien Neukölln konsumiert habe, freue ich mich besonders, damit schon zu den Unterstuetzerinnen zu zaehlen. Essen und Trinken fuer eine bessere Welt! Fuer mehr solcher Projekte! Toll!
Kommt am Donnerstag zur Weltpremiere in die alte Kindl-Brauerei in NK. Der Eintritt ist frei, sogar frei wie in Freibier. (Nur schade, dass die gewaehlte Lizenz nicht meiner Vorstellung von Freiheit entspricht, aber hey!)
September 05 2010
Neues vom OpenMusicContest
Ein paar Informationen aus dem aktuellen Newsletter des OpenMusicContest:
all2gethernow – a2n

In der Woche vom 06.-12.09.2010 findet im Rahmen der die “Berlin Music Week” die zweite all2gethernow (a2n) statt. Für OMC-Interessierte ist dort vor allem der 06. September – der erste Tag des a2n-Camps – interessant, weil das OMC-Team an dem Tag gleich auf drei Veranstaltungen vertreten ist:
- 13:00 Uhr: Präsentation:
Creative Commons Collecting Society – And It’s No Typo - 14:30 Uhr: Diskussion: Current Status In Collecting Societies And Licensing Alternatives – What’s The Vision?
- 19:30 Uhr: Workshop: GEMA oder Creative Commons: Was ist für mich am besten?
Die letztgenannte Veranstaltung ist insofern eine Permiere, als daß Vertreter von Creative Commons und der GEMA gemeinsam ihre Organisationen vorstellen und sich den Fragen der Musiker stellen. Schon aus diesem kurzen Blick ins Programm ist ersichtlich, daß ordentlich Bewegung in die Verwertungsfrage kommt. Das vollständige Programm kann hier eingesehen werden.
Btw: Ich geh hin!
Vorerst doch keine Tour
Leider, leider: Mit der Tour wird es 2010 nichts. Schuld ist nicht mangelndes Interesse, mit mehr als einem Dutzend potentieller Tourstationen aus dem ganzen Bundesgebiet waren die OMCler bereits im Gespräch.
Das Probelm war bisher eher „Time & Timing“. Beispielsweise erwies sich die Vereinsgründung mit angesprebter Gemeinnützigkeit als komplexer als geplant; erst jetzt zeichnet sich ab, daß zumindest dieses Vorhaben erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Leider ist dies die strukturelle Grundlage für viele weitere Schritte, beispielsweise das Einwerben von Fördermitteln, so daß auch die Finanzierung der Tour bisher nicht hätte sichergestellt werden können. Nicht zuletzt war in den vergangenen Monaten auch die Konzeption einer CC-Verwertungsgesellschaft (s.o.) ein Projekt, das Zeit in Anspruch nahm, und dem zugegebenermaßen bisweilen etwas mehr Priorität gewährt wurde.
Ein Grundsatz der OMC-Arbeit bleibt, daß kein Projekt konkret angekündigt wird, solange seine Umsetzbarkeit nicht überzeugend gesichert ist. Die Tour ist damit nicht abgeschrieben, es wird weiter an der Absicherung der Basis gearbeitet.
Rückblick: SIGINT 2010
Die erste offizielle Ankündigung einer neuen Verwertungsgesellschaft gab es übrigens live bei Radio Breitband, direkt von der SIGINT in Köln. Im Rahmen dieser Konferenz gab es einen Vortrag unter dem gewollt provokanten Titel “„Die gescheiterte Revolution“. Darin wurden u.a. die Jahreswirtschaftsberichte des Bundesverbands Musikindustrie beleuchtet. Die darin ausgewiesenen CD-Verkäufe sind seit sieben Jahren nahezu konstant, während sich die Zahl illegaler Musikdownloads mehr als halbierte. Statistisch gesprochen zeigt sich also überhaupt kein Zusammenhang zwischen illegalen Downloads und CD-Absatz, und dies wohlgemerkt in den offiziellen Geschäftszahlen des Bundesverbands Musikindustrie. Die Details hierzu sind etwas ausführlicher hier verbloggt.
April 11 2010
Ich, Wikimedia und die Wikimedia Conference
Hier ist es gerade mal wieder etwas ruhiger, dabei gibt es großartige Neuigkeiten!
Seit 1. März arbeite ich als Projektmanagerin in Vollzeit-Festanstellung beim gemeinnützigen Verein Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V..
Wikimedia ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die Freies Wissen fördert. Durch die Sammlung, Entwicklung und Verbreitung von Freien Inhalten in allen Sprachen der Welt wird dieses Ziel verfolgt. Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. unterstützt verschiedene Projekte. Das größte ist Wikipedia – die freie Enzyklopädie, deren Betreiber die Wikimedia Foundation ist.
Wow! Endlich kann ich meiner Leidenschaft für Freies Wissen, Freie Kultur und Freie Lizenzen auch beruflich nachgehen und es erwarten mich interessante Aufgaben und Projekte. Außerdem freue ich mich tatsächlich sehr über die Vorzüge der Festanstellung mit Büroarbeitsplatz gegenüber der Arbeit im Homeoffice. Pünktlich zum Start gab es drüben im Wikimedia-Blog eine nette Begrüßung: Zwei neue Kollegen.
Zur Zeit bereite ich die Wikimedia Conference 2010 vor, ein Treffen von MediaWiki-Entwicklern, Vertretern der internationalen Wikimedia Chapter und dem Board of Trustees, das nächste Woche (14. bis 18. April) in Berlin stattfindet. Ich bin sehr gespannt bis aufgeregt, dort ganz viele Wikipedianer und Wikimedianer kennen zu lernen und viel über die Projekte, Strategien und Ziele der Foundation, der Chapter und der Community zu erfahren. Ausführlichere Berichte folgen.
(Ja, gut aufgepasst, das Datum fällt genau auf die re:publica, mein Ticket habe ich schon in gute Hände abgegeben. Zumindest auf der Abschlussparty am Freitag werde ich mich – zusammen mit vielen Gästen unserer Konferenz – doch noch dort sehen lassen.)
Anlässlich meines Abschieds bei mixxt habe ich im mixxt-Blog einen Abschiedsbeitrag verfasst:
Zweieinhalb Jahre bei mixxt – Danke für eine tolle Zeit!
Zweieinhalb Jahre. Was für eine großartige Zeit. Eine Zeit, die mir so viel gegeben hat: interessante Aufgaben, angenehmes Teamwork, neue Freundschaften und vor allem Unmengen an Spaß. Zweieinhalb Jahre war ich Teil von mixxt. Heute ist mein letzter Tag, denn ab dem 1. März bin ich neue Projektmanagerin bei Wikimedia Deutschland.
Als eine der ersten Nutzerinnen (Nutzer-ID 45!!) von mixxt und frühes Mitglied des Teams hat mich der Enthusiasmus der mixxt-Gründer für ihr „Baby“ immer sehr beeindruckt und ich habe viel Neues von ihnen gelernt.
mixxt und ich und Ihr
Zweieinhalb Jahre vergehen rasend schnell, vor allem, wenn man so viele Dinge in diesem neumodischen Internet zu tun hat. Dazu zählten zum Beispiel die Aufgaben, mixxt noch bekannter und beliebter zu machen, neue Zielgruppen und Partner zu recherchieren und unsere Software durch intensives Testen, Reporten und Wünschen immer weiter zu verbessern. Schön war auch, dass ich als Projektleiterin für die Lokalisierung Einfluss auf Sprache und Formulierungen im mixxt-System nehmen konnte und außerdem unsere Übersetzungstabellen und -richtlinien optimiert habe. Außerdem konnte ich die Social-Media-Strategie des Unternehmens mitgestalten und habe auch im Bereich unserer White Label Community Lösungen einen Teil der Kommunikation übernommen.
Am Wichtigsten in all der Zeit war mir ohne Frage der Kontakt mit unseren Kunden, unseren Nutzern, unseren Kritikern und Fans, kurz: mit Euch! Per Twitter, unseren Blogs und der Support-Communtiy standen wir ständig in Verbindung. Ihr habt mixxt zu einem der wichtigsten Community-Baukästen im deutschsprachigen Netz gemacht. Dank Euch ist mixxt zum Quasistandard für die Organisation deutschsprachiger Barcamps und anderer Unkonferenzen geworden. Und genau die lagen und liegen mir besonders am Herzen.
Seit meinem allerersten BarCamp in Köln im Winter 2006 sind BarCamps für mich zu einer Leidenschaft geworden, die ich mit vielen mir lieb gewordenen Menschen teile. Hier konnte ich meine Scheu vor eigenen Präsentationen überwinden, weil sich alle Teilnehmer auf Augenhöhe begegnen und außerdem dankbar sind für den inspirierenden Wissensaustausch. Mich beeindrucken immer wieder die offene Atmosphäre und die Begeisterung und der Aktionismus aller Beteiligten.
Meine Erfahrungen habe ich versucht, im Leitfaden für die Organisation eines BarCamps zu sammeln und mit den Antworten anderer Organisatoren zu bündeln, um so der Community zumindest ein Teil dessen zurückzugeben, was sie mir gegeben hat.
Die Zukunft
Zwei wichtige Projekte, die erst im nächsten Monat das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden, sind die Premium-Funktionen und die neuen statischen Info-Seiten inklusive eines umfangreichen FAQ- und Hilfe-Bereiches. Bei den Premium-Funktionen habe ich zusammen mit Oliver die Kommunikation mit der Presse und potentiellen Interessenten vorbereitet, die Texte der statischen Seiten und FAQ liefern aktuelle und hilfreiche Informationen zur mixxt GmbH und unserer Software.
Dankeschön.
Dankeschön an alle mixxt-Benutzer, Kunden und Partner für Euer konstruktives Feedback, Eure aktive Beteiligung an vielen Diskussionen und den durchweg freundlichen Dialog. Ihr seid sensationell!
Dankeschön an mixxt, Dankeschön an Oliver, Christian und Philipp, Dankeschön an Philip, Jan, Jakub, Sebastian, Christoph und Axel und alle ehemaligen mixxter. Die Zusammenarbeit mit euch war immer konstruktiv, eure Arbeits- und Kommunikationskultur immer offen und angenehm. Ihr rockt! Bloß eure Esskultur lässt geringfügig zu wünschen übrig, aber das muss ja niemand wissen.
Im Ernst: ihr werdet mir fehlen. Zumindest als Gründerin eigener Communities und aktive mixxt-Nutzerin bleibe ich Euch selbstverständlich erhalten.
Auf zu neuen Taten. 2010 wird spitze!
November 26 2009
Jean Luc und die Singularität vorm falschen Fenster
Hä? Ja, hab ich auch gedacht. Nochmal genauer lesen. Jean Luc? Mir fallen mindestens zwei irgendwie “bekannte” Typen ein, die diesen Vornamen tragen. Und das falsche Fenster? Äh, ja, sorry, falsches Fenster! Zur Singularität fragen Sie am besten bei plomlompom nach.
Zur Sache (kopiert von atomsandbits.net):
“Jean Luc” ist ein dreitägiger, offener und transparenter Think-Tank vom 8. bis 10. Januar 2010 im HAU 1 in Berlin. Er schließt thematisch an das atoms&bits Festival 2009 an.
Die Erde ist gut 4,5 Milliarden Jahre alt, der Homo sapiens trat vor 200.000 Jahren auf den Plan, Sprache, Musik und andere universale Kulturtechniken haben sich vor 50.000 Jahren entwickelt. Elektrisches Licht nutzen wir seit 130 Jahren, das erste Auto fuhr vor 123 Jahren, der erste erfolgreiche Flug mit einem Motorflugzeug fand vor 106 Jahren statt. Der erste Webbrowser ist gerade 18 Jahre alt, Google wurde vor kurzem elf und der Aufstieg von Web 2.0 mit Diensten wie Myspace, Facebook und Twitter begann vor gut fünf Jahren. Das erste iPhone kam vor zwei Jahren auf den Markt und Google Wave, in dem dieses Programm entsteht, gibt es seit 6 Monaten.
Arbeit und Leben verändern sich rapide. Das erste Mal in der Geschichte der Menschheit wird eine global vernetzte und partizipative Gesellschaft möglich. Welche Auswirkungen hat all das auf unser Leben, auf unsere Formen zu arbeiten, zu lernen, zu lieben, zu konsumieren, zu produzieren, sich politisch zu agieren, auf Kunst und Kultur? Wie wollen wir diese Entwicklung gestalten?
Öffentliches Programm (mehr Infos in Kürze):
- Freitag Abend 20:00 Uhr: “Auge und Ohr – The Evolution Will Not Be Televised” (Kurzfilmscreenings und Diskussion – 3 Euro),
- Samstag Abend 20:00 Uhr: ”Teil und Ganzes – Braindrops keep falling on my head.“ (Revue – 7/4 Euro) – anschließend legen snake’n’tiger Tanzmusik auf und haben Spaß dran und
- Sonntag Nachmittag 16:30 Uhr: ”Coffee and Brain – Think-Tank Ergebnisse und rein in die Zukunft“ (Kaffeetabletalk – Eintritt frei).
Zum Think-Tank (Society Brainwalk, Fr-So) bitte anmelden.
Eine Veranstaltung von atoms & bits. Kuratiert von Martina Pickhardt, Martin Schmidt und Sebastian Sooth.
Veranstaltungsort:
HEBBEL AM UFER – HAU 1
Stresemannstr. 29
10963 Berlin
July 04 2008
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